Dienstag, 17. April 2018

Klötzchen..........oder ganz anders als geplant

na dann ist doch eigentlich alles wie immer. Und außerdem ist es auch wie immer trotzdem Seife geworden. Und sogar gut duftende. Und gut schäumende, jedenfalls verspricht dies ein Randstück, welches ich neugieriger Weise gleich mal angewaschen habe. Auch um zu sehen, ob das kleine widerspenstige Ding wenigstens keine Sauerei im Waschbecken veranstaltet. Glück gehabt, der Schaum ist hell.

Rezept wieder mal nach dem Motto, schauen wir mal was der Schrank so hergibt, daher eben auch nicht so gut berechenbar, wenn man eine bestimmte Konsistenz des Seifenleims benötigt. Der Duft hat die Farben auch etwas verändert. Sollte eigentlich hellblau und hellgrün werden.

Der Swirl solle eigenlich ein Dancing Funnel werden. Da ich aber schnell merkte, dass das nichts wird, habe ich auf den Anfang einen Topfswirl geschüttet und obendrauf noch ein Topping ala Modified Tiawan Swirl. Daher sehen die Stücke jetzt sehr unterschiedlich aus. Auch weil ich den großen Klotz noch kräftig schief und in unterschiedlich große Stücke geschnitten habe. Eigentlich dachte ich auch, dass ich die Stücke noch horizontal teilen könnte. Aber da kommen leider zwei sehr dünne Stücke raus. Und daher habe ich nur einen Klotz so aufgeteilt.

Nun noch das Rezept:

35,2 % Sonnenblumenöl h.o.
17,6 % Schmalz
17,6 % Flott Matfett (Shea, Kokos, Raps)
14,1 % Kokosöl
11,1 % Distelöl h.o.
4,4 % Rizinussöl

Lauge mit Stangvikfjordwasser (nun ist mein Vorrat erschöpft) und 45 g Zucker angesetzt für LU von 9 %
Wasserreduktion auf 25 %

PÖ 4,5 % auf GFM, Mischung aus Pink Grapefruit & Basil und Verbenas of Provence
Farben: WEP Hedgerow, WEP Peacock, beide mit Titandioxid aufgehellt, Buchenholzkohle


Das Topping




Der Aufschnitt



Die Rückseite abgehobelt



Die ganze Klotzparade



Die Rückseite des Seifenblocks noch ungeschnitten



Das Topping frisch eingefüllt



Aus den Randstücken und Kantenresten habe ich kleine Spitzkugeln gerollt und diese in blauem Mica gewälzt. Die warten jetzt auf den Einsatz in der nächsten Seife.
Vielleicht wird die dann mal, wie ich sie mir vorstelle. Bin gespannt. Bis dahin freue ich mich über nette Kommentare und hoffe, meine Klötzchen gefallen euch trotzdem.


Samstag, 3. März 2018

Bunter Schweinebube mit norwegischem Blut

oder zu viel Schweineschmalz für Weihnachten gekauft und im Kühlschrank entdeckt.

Schweineschmalz brauche ich immer, wenn ich meine beiden Gänse fertig gebraten habe und die riesigen Gänseschmalzmengen für die Familie zu leckerem Apfelzwiebelschmalz verarbeite. Aber dieses Jahr hatte ich wohl nicht das richtig Augenmaß, wieviel ich dafür brauchen werde. Und wie mein Liebster immer sagt "Haben ist besser als brauchen", hatte ich eben noch welches für ein bis zwei Seifchen übrig. Und im Tiefkühler habe ich auch noch welches gefunden.
Es wird in nächster Zeit also einige Seifen mit Schweineschmalz geben.

Und die sind nicht zu verachten.

Das Design ist natürlich wieder völlig anders geworden, als ich es geplant hatte. Aber das ist ja nichts Neues. Im Prinzip hatte ich noch Glück, da das PÖ zwar andickte, aber ich alles noch in die Formen bekam. Zwar mit ein paar Luftlöchern, aber die sind mir schnurz.

Rezept für 8% LU:

38,5 % Schweineschmalz
38,5 % Flott Matfett (Sheabutter, Kokosöl, Rapsöl)
23 % Reiskeimöl

Laugenflüssigkeit etwas reduziert (Stangvikfjordwasser, welches ich auch noch gehortet hatte)

Farben: Peacock WEP, Hedgerow WEP und Lumi green
PÖ Mischung aus Mens Musk und La male (sehr lecker und leicht männlich)


Wenn schon eine Seife mit Schweineschmalz, dann auch meine Lieblingsschweinchenform



Und natürlich die Hauptseife, ein gelöffelter Wilddurcheinanderswirl, für den ich die Form brutal auf die Unterlage klopfen musste, damit wenigsten die Lücken zwischen den einzelnen Löffelhaufen geschlossen wurden




Je nachdem wie das Licht auf die Seife scheint, sind die Farben kräftiger oder nicht ganz so krass. Hier im Licht- und Schattenspiel der Nachmittagssonne.



Die Restleime wurde zusammengeschüttet und Lumi green hat wieder ganze Arbeit geleistet. Eine Seife die eigentlich im Dunkeln leuchten müsste :-)


Ich bin recht zufrieden mit dieser Seife. Die Hobelspäne versprechen einen schönen Schaum und der Duft ist echt verführerisch.
Mal sehen wie die nächste Seife wird und wann ich wieder zum Seifeln komme.




Montag, 1. Januar 2018

Sanftes Luxuszicklein ausgeformt, geschnitten und gestempelt.............die erste 2018

oder die letzte 2017?

Egal.............mir gefällt sie. Sie ist so zart und sanft, dass sie mit Samthandschuhen angefasst werden wollte. Der Duft ist hinreißend, kaum ein Hauch der Ziegenmilch dringt durch und ich bin sicher, auch der verfliegt noch. Obwohl er sich auch mit der PÖ-Mischung harmonisch verbunden hat.
Das sie keine harte Seife wird, war mir schon bei der Erstellung des Rezeptes klar. Aber ich mag auch die Seifen, die sich etwa schneller verwaschen. Denn beim Einseifen bekommt man dadurch auch mehr Seife auf den Körper und der Eindruck der Cremigkeit erhöht sich.

Einen leichten Gelkern hat sie trotz kühler Übernachtung, aber es stört mich nicht. Für mich ist sie ein guter Einstand ins Neue Jahr.



Sonntag, 31. Dezember 2017

Sanftes Luxuszicklein................Jahresabschluss

auch wenn es diese Jahr etwas ruhiger auf meinem Blog war, war ich nicht untätig.
Aber die Dinge, die ich getan habe, hätten nicht in diesen Rahmen gepasst.
Für alle die es trotzdem interessiert, wir haben angefangen unser Haus zu modernisieren. Fenster wurden eingesetzt, viel entrümpelt, das Wohnzimmer von Grund auf neu gestaltet und ein Schlafzimmer wurde auch renoviert. Viel Licht und Helligkeit war mir dabei wichtig. Licht und Luft zum Atmen, sparsamer und übersichtlicher, nicht soviel Krimskrams, aber trotzdem gemütlich.

Noch ist nicht alles geschafft, aber ich bin sehr zufrieden mit dem Erreichten. Es war schon lange überfällig und es ist ein gute Gefühl, wenn man über seinen eigenen Schatten springt und sich von Dingen trennt, die einen eigentlich nur behindern anstatt das Leben zu bereichern.

Zum Abschluss dieses Jahres war es mir aber noch ein großes Bedürfnis ein Seiflein zu sieden. Also habe ich mir heute ein schönes Rezept zusammengestellt und sehr entspannt geseifelt.

Zwar war es wie immer, es ging nicht ganz nach Plan, weil die PÖ-Mischung schneller andickte, als ich dachte. Aber Plan B sollte trotzdem ein recht ansehnliches Zicklein erzeugen.

Rezept:
26 % Olivenöl
25 % Kokos
16 % Kakaobutter
9 % Reiskeimöl
8 % Bio Sonnenblume h.o.
8 % Distel h.o.
8 % Bio Arganöl

Laugenflüssigkeit: Bio-Ziegenmilch, gefroren
10 % UL

PÖ Mischung: 1 % Cool Cotton von WEP (der Andickfaktor!)
3 % Earl Grey Tea & Cucumber von Scent Perfique

Farben: Aquarius, Oasis und Caribian Sea

Ich habe insgesamt kalt gearbeitet und die Seife sofort nach draußen aufs Fensterbrett gestellt. Diesmal möchte ich eine Gelphase vermeiden. Mal sehen ob es gelingt.
Dadurch wird sie aber heute nicht mehr ausgeformt, sondern erst im nächsten Jahr..........wie das klingt.

Aber einen Vorgucker vom Topping habe ich schon.


Nun wünsche ich euch einen guten Rutsch ins Neue Jahr, bleibt gesund und entspannt.

Mittwoch, 31. Mai 2017

Løvetann

bedeutet Löwenzahn.

Hier ist der Name Programm.
Eine rustikale norwegische Löwenzahnseife.
Außerdem auch noch ein Ghost-Swirl in einer norwegischen Eisschachtel. Nur leider waren die Leime so schön flüssig, dass ich doch besser Trennstege hätte basteln sollen. Das hätte die Leime voneinander getrennt, bis es dann soweit zum Swirlen gewesen wäre. So habe ich sie aber nur frei Hand eingefüllt und es wurde ein "buntes Durcheinander".
Trotz allem sind die unterschiedlichen "Farben" einigermaßen erkennbar.
Da ich hier auch über keinen guten Hobel, sondern nur einen etwas groben Käsehobel verfüge, habe ich damit nur die Kanten "geglättet", die Oberfläche würde ich damit nur verschlimmbessern.

Grundrezept ist wie gehabt:

50 % Flott Matfett (aus Sheabutter, Kokos und Rapsöl)
25 % Olivenöl aus Norwegen
25 % Rapsöl aus Norwegen

8 % Überfettung
Laugenflüssigkeit ist Wasser des Stangvikfjordes

Duft: Eine Mischung aus ätherischen Ölen
ca. 23 g auf die Gesamtfettmasse von 500 g.
(8 g Citronella, 8 g Lavandin, 2 g Sandelholz, 2 g Rosenholz, 2 g Ho Öl, 2 g Sternanis und ein paar  Tropfen Ylang-Ylang es war ein Rest im Fläschen)

Und natürlich Löwenzahnblütenblätter, die Blüten frisch von der norwegischen Wiese gepflückt, für 3 Tage in der Ölmischung am warmen sonnigen Fenster ziehen lasse und dann fein in dem Öl püriert.

Und nun kommen die Bilder der Löwenzahnklötzchen.





Die Seifensachen habe ich nun wieder zusammengepackt. Es gibt hier soviel zu sehen und zu erleben oder auch nur sitzen und gucken ist schön, dass mir die beiden Seifen ausreichen.

Ich komme ja wieder und dann sollten ja auch noch Ideen übrig bleiben, die dann verwirklichen kann.

In diesem Sinne grüße ich alle meine Leser und freue mich über liebe Kommentare.

Vi ses!

Sonntag, 28. Mai 2017

Norwegischer Milchgeist

Yogablümchen ist wieder in Norwegen. Schön ist es hier, egal ob es regnet oder die Sonne scheint. Die Ruhe, die Luft, die Landschaft...........alles gibt Kraft und erfreut die Seele.

Und darum ist auch wieder meine Seifengrundausstattung mit in den Urlaub gefahren, weil hier eine Seife erschaffen, sehr entspannend wirkt.
Wie immer, werden die Fette verseift, die es hier vor Ort zu kaufen gibt. Die Zusätze sollten auch von hier sein. Nur die ätherischen Öle und das NaOH hab ich mitgebracht. Diese wären hier zu kompliziert zu besorgen.

Ein bewährtes Rezept habe ich auch schon.

50 % Flott Matfett (aus Sheabutter, Kokos und Rapsöl)
25 % Olivenöl aus Norwegen
25 % Rapsöl aus Norwegen

8 % Überfettung

Einziger Zusatz ist die Laugenflüssigkeit, diese besteht diesmal vollständig aus Kulturmelk

Duft: Eine Mischung aus ätherischen Ölen
ca. 22 g auf die Gesamtfettmasse von 500 g.
(8 g Limette destl., 7 g Geranium, 4 g Palmarosa, 2 g Lemongras, 15 Tropfen Patchouli)

Und warum ist diese Seife ein Milchgeist? Na weil ich den Ghost-Swirl ausprobiert habe. Was es damit auf sich hat, kann man bei Auntie Clara nachlesen. Kurz beschreiben würde ich es so: Es wird nur durch unterschiedliche Flüssigkeitsmengen, mit der die einzelnen Leime verseift werden, eine unterschiedliche Haptik und Optik erzeugt. Entweder erzeugt man einen wasserreduzierten Grundleim, den man teilt und bei einem Teil dann zusätzliches Wasser hinzufügt oder man rührt gleich zwei unterschiedliche Laugen an und teilt die Fettmenge. Ein Teil der Fettmenge wird mit der wasserreduzierten Lauge angerührt, dies tut man am besten zuerst, denn dieser Leim bleibt länger flüssig. Dann rührt man den zweiten Teil der Fettmenge mit der wasserreichen Lauge an. Dieser dickt schneller an. Dann kann man sie nach Belieben in die Form füllen.
Die Leime gehen unterschiedlich schnell in die Gelphase und sollen auch unterschiedliche Temperaturen erreichen. Dadurch entsteht der Geister-Swirl.

Wer sich mehr dafür interessiert, gerade läuft im Seifentreff ein Workshop dazu.

Und nun die Fotos von meinem Norwegischen Milchgeist




Und hier noch ein paar Fotos der Herstellung

links die Lauge mit 89 g Kulturmelk, rechts die Lauge mit 52 g Kulturmelk

links der flüssigkeitsreduzierte Leim, rechts der flüssigkeitsreiche Leim

Man sieht die Gelphase, die zeitlich unterschiedlich verläuft

Ach ja, die Kulturmelk hatte ich eingefroren und mit diesen Eiswürfeln das NaOH angerührt.

Ich hoffe, Euch gefällt mein kleiner Geist.

Es grüßt aus Norwegen, das Yogablümchen